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Offener Brief an die “Presse” von Josef TRAMBERGER (Mitglied des ÖHV)

Sg. Damen und Herren!

Das Gewerbe des Huf- und Klauenschmiedes ist bis jetzt ein Teilgewerbe das nur unter Erbringung eines Befähigungsnachweises ausgeübt werden darf und war daher nie ein freies Gewerbe. Die Freigabe von Berufen und ein erleichterter Zugang darf an dieser Stelle hinterfragt werden. Noch dazu wurde in den Bereichen wo Erleichterungen für bestehende Betriebe wichtig wären wieder nichts gemacht.

Auch wenn es sich in unserem Gewerbe um eine kleine Gruppe handelt, betrifft es ca. 140.000 Pferde und 500 Betriebe. Mit den Klauenpflegern kommen noch 840.000 Milch- und Mutterkühe dazu.

Wenn man den Tierschutz als hochwertiges Gut betrachtet (jede Tierhaltung und Arbeit am Tier wird heute strengstens unter die Lupe genommen) ist die Freigabe unseres Gewerbes, zurückhaltend formuliert, unverständlich.

Die Ausbildung, die Prüfungen und die damit einhergehende Gewerbeberechtigung, sehen wir als Minimalvoraussetzung an, um auch im Sinne des genannten Tierschutzes unseren Beruf ausüben zu können.

Da unser Beruf in der Presse (es sind alle Medien gemeint) falsch als freies Gewerbe beschrieben wird, ist für den Leser eine Bestrebung dieses als gebundenes zu etablieren nicht nachvollziehbar.

Der Scheidungskrieg der Regierung hat offensichtlich den Blick auf die tierschutzrechtlichen Aspekte unseres Berufes verstellt.

Die Aussage von Wirtschaftskammerpräsident Leitl, dass die (nun bereits beschlossene) Novelle die „Grundsätze von Qualität und Qualifikation“ sichere, ist wie eine Ohrfeige für alle Lehrlinge in unserem Beruf, die sich die anstrengende und fordernde Ausbildung „antun“.

Mit freundlichen Grüßen

Josef Tramberger

(mit freundlicher Genehmigung zur Veröffentlichung von Josef TRAMBERGER (ÖHV Mitglied)

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www.die-hufschmiede.at